In SonicWall SMA1000-Appliances wurde die Schwachstelle CVE-2026-102255 entdeckt. Der Fehler steckt in der WorkPlace-Schnittstelle und ermöglicht unauthentifizierten Angreifern, das Gerät als Stellvertreter für eigene Anfragen zu missbrauchen und dadurch interne Funktionen zu erreichen. SonicWall bewertet die Lücke mit CVSS 10,0.
Die Schwachstelle wurde am 6. Oktober öffentlich gemacht. Bereits am 8. Oktober beobachteten die Threat-Intelligence-Dienste Previdian und Defused erste Ausnutzungsversuche gegen Honeypot-Systeme. Damit lag zwischen der Veröffentlichung und den ersten dokumentierten Angriffen nur ein Zeitraum von zwei Tagen.
SonicWall empfiehlt betroffenen Betreibern, die SMA1000-Modelle 6210, 7210 und 8200v auf die Version 12.5.0-03082 beziehungsweise 12.4.3-03670 zu aktualisieren. Unternehmen sollten außerdem prüfen, ob ihre Appliances aus dem Internet erreichbar sind, und nach verdächtigen Zugriffen in den Systemprotokollen suchen.
Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell kritische Fehler in internetexponierten Sicherheitsgeräten ausgenutzt werden. Für solche Systeme sind reguläre Patch-Zyklen häufig zu langsam: Nach der Aktualisierung sollte zusätzlich bewertet werden, ob während des verwundbaren Zeitraums bereits ein unbefugter Zugriff stattgefunden hat.
Quelle: https://www.securityweek.com/critical-sonicwall-vulnerability-exploited-days-after-disclosure/